Fructose-Intoleranz 

Diätetische Maßnahmen

Nicht wenige Menschen bekommen nach Einnahme von Fructose, Früchten und anderen fruchthaltigen (fructosehaltigen) Nahrungsmitteln Bauchbeschwerden, wie zum Beispiel Blähungen, Darmgeräuschen, Koliken und wässrigen Durchfällen. Bedingt ist diese Störung dadurch, dass die betroffenen Menschen nicht in der Lage sind, Fructose im Darm optimal zu verdauen. Es handelt sich hier um eine funktionelle Störung – keine organische Störung. Eliminiert man Fructose aus der Nahrung verschwinden die Symptome sofort.

Bei einigen Patienten besteht die Möglichkeit, dass sie kleine Mengen von Fructose problemlos vertragen. Erst bei Überschreiten eines Grenzwertes treten Beschwerden auf. Dieser Grenzwert ist individuell festgelegt und muss von dem Patienten selber herausgefunden werden. Dazu nimmt man zunächst ein bekanntes fructosehaltiges Lebensmittel nur in sehr kleinen Mengen auf. Lassen sich hierunter keine Beschwerden beobachten, kann man schrittweise die Menge soweit erhöhen, bis erste Beschwerden auftreten. Hier liegt dann der individuelle Grenzwert.

Verbotene Zucker: Erlaubte Zucker:
Haushaltszucker, Invertzucker Glucose = Traubenzucker z.B. Dextropur Lactose = Milchzucker
Verbotene Lebensmittel: Erlaubte Lebensmittel:
Backwaren mit verbotenem Zucker Brot, Brötchen mit Dextropur
Honig, Marmelade, Korn Flakes, Haferflocken und Nüssen. Weizenmehl, Roggenmehl in kleinen Mengen, Mondamin, Grieß.
Mayonnaise, Ketchup, Essig. Käse ohne Zucker, Quark, Joghurt natur, Eier
Wurstwaren mit verbotenem Zucker Wurstwaren, die Geschmacksverstärker mit Dextrose oder Lactose enthalten.
Fruchtsäfte, Limonaden, Alle Colasorten Alkohol (Wein, Sekt, Liköre, Bier) Mineralwasser, Kaffee, Milch, Tee ohne Aromastoffe.
Aromen Fette (Öl, Butter, Margarine), Surig Essigessenz helle Sorte
Viele Gemüsesorten: z.B. Erbsen, Karotten, Bohnen, Tomaten, Kohlrabi, Weis-, Rotkohl. Salate (Feld- und Blattsalat), Spinat.
Alle Obstsorten, Südfrüchte und Zwiebeln. Schalotten und Zitronensaft in kleinen Mengen.
Konserven, Fertigprodukte die Zucker enthalten. Nudeln, Reis, Kartoffeln die am Vortag geschält, geschnitten und gewässert worden sind.
Gewürze mit verbotenen Zuckerstoffen. Natur Gewürze ohne Zuckerzusatz.
Alle Süßigkeiten, Schokolade, Kuchen, Gebäck, Eis. Alle Fleischarten (Kalb, Rind, Schwein, Lamm, Wild, Geflügel.)
Vorsicht ist geboten bei Packungen mit der Beschriftung - zuckerfrei -, weil zum Teil in diesen Produkten Sorbit zugesetzt worden ist. Alle Frischfischarten (nicht paniert).