Gastroskopie - Magenspiegelung  

 

Sinn der Untersuchung

Mit Hilfe der Spiegelung des oberen Verdauungstraktes können krankhafte Veränderungen in der Speiseröhre, im Magen und im Zwölffingerdarm direkt in Augenschein genommen werden. Daher ist sie zur exakten Diagnose oder als Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung noch verborgener Erkrankungen des oberen Verdauungstraktes wichtig und in ihrer Aussagekraft durch keine andere Untersuchung zu ersetzen.

 

Risiken

Die Gastroskopie ist eine seit vielen Jahren bewährte Untersuchungstechnik mit einer sehr geringen Komplikationsrate. Selbstverständlich kann kein Arzt garantieren, dass eine Untersuchung oder Behandlung absolut risikolos ist. Sehr selten können auftreten: Überempfindlichkeitsstörungen auf im Rahmen der Untersuchung verabreichte Medikamente. Extrem selten ist eine Verletzung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm (Perforation).

 

Untersuchungstechnik

Ein dünner biegsamer "Schlauch" (Gastroskop) wird durch den Mund in die Speiseröhre, dann in den Magen bis in den Zwölffingerdarm vorgeschoben. Durch Luftzufuhr wird der Magen entfaltet, die im Gerät eingebaute Optik gestattet dann den Blick auf die Schleimhaut. Mit sehr kleinen Zangen können Gewebeproben (Biopsien) schmerzlos entnommen werden. Die Untersuchung dauert in der Regel ca. 2-3 Minuten. Des Weiteren kann die Schleimhaut des Magens daraufhin untersucht werden, ob sie ein bestimmtes Bakterium (Helicobacter pylori) enthält, welches für das Entstehen chronischer Magenschleimhautentzündungen sowie von Zwölffingerdarm - und Magengeschwüren verantwortlich ist.

 

Verhalten am Untersuchungstag

Bitte essen und trinken Sie bis zur Untersuchung nichts. Da vor der Untersuchung der Rachen mit einem Spray betäubt wird, sollten Sie nach der Untersuchung erst dann wieder etwas trinken oder essen, wenn die Wirkung der Betäubung nachgelassen hat. Wenn Sie eine Beruhigungsspritze erhalten haben, dürfen Sie innerhalb der folgenden 24 Stunden kein Kraftfahrzeug steuern und keine Maschinen bedienen, da Ihr Reaktionsvermögen noch beeinträchtigt ist.

Bitte setzen Sie mindestens 1 Woche vor dem Untersuchungstermin alle blutverdünnenden Medikamente ab (z.B. MARCUMAR, ASPIRIN, ASS 100 etc.) Rücksprache Hausarzt ! Falls bei Ihnen ein Herzklappenfehler bekannt ist, müssen Sie vor der Untersuchung ein Antibiotikum einnehmen - Rücksprache Hausarzt !