Sorbit-Intoleranz 

Prinzip der diätetischen Therapie

Bei dieser Erkrankung ist lediglich die Verwertung von Sorbit im Dünndarm ganz oder teilweise unmöglich. Die Therapie besteht folglich in der Reduktion der Aufnahme von Sorbit durch die Nahrung, wobei die noch gerade tolerable Menge von Fall zu Fall variieren kann und ausgetestet werden muss. Die tolerable Menge liegt in der Regel bei 10- 20 g Sorbit/Tag, gelegentlich auch weniger.


Einzuschränken sind:

  • Sorbit als Süßungsmittel für Selbstbereitung von Speisen und Getränken

  • mit Sorbit (E420) gesüßte Lebens- und Genussmittel kommerzieller Herkunft (Diabetikergebäck, Diabetikerschokolade, zuckerfreie Fruchtsäfte, sog. Diätbonbons, Kaugummi u. Ä.)

  • von Natur aus sorbitreiches Obst: Apfel, Birne, Kirsche, Pflaume, Pfirsich, Dattel und sonstiges Steinobst (auch Trockenobst) nicht jedoch Beerenobst, Zitrusfrüchte, Banane, Ananas

  • die entsprechenden Obstsäfte, auch wenn ohne künstlichen Sorbitzusatz. Apfelsaft 3-9 g Sorbit/ l Kirschsaft 15-20 g Sorbit / l

  • Insbesondere die in konzentrierter Form stoßweise und ohne Ballaststoffe erfolgte Sorbitaufnahme (Getränke, Süßwaren, Desserts) ist belastend. Weniger dagegen sorbitreiches Obst, zumal wenn es als Rohkost im Rahmen einer Vollkost oder einer Diabetesdiät über den Tag verteilt aufgenommen wird. Mit der Zeit kann eine "Gewöhnung" an vorsichtig gesteigerte Sorbitzufuhr eintreten. In seltenen Fällen einer hartnäckigen Sorbit-Intoleranz kann probeweise ein Austausch des Sorbits gegen andere Zuckeraustauschstoffe (Fructose, Mannit =E421, Xylit) vorgenommen werden. Erforderlichenfalls kann ein verstärkter Einsatz von Süßstoffen erfolgen.